Aktuelles

„Von Nudeln, Nockerln und Neurosen!“

Neue Alltagsgeschichten aus der Satireküche
von Katharina Grabner-Hayden

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Aus dem Buch:

„Würmer im Teig? Gib halt mehr Petersilie dazu, dann sieht man sie nicht mehr!“

Drogen kommen nicht in Frage! Aber seit einigen zwielichtigen Mädchenbesuchen weiß ich, dass eine Muskatnuss nicht nur gut zum Kochen ist.

„Jeden könnt ihr mit nach Hause nehmen, strenggläubige Katholiken, Muslime oder Homosexuelle, nur bitte keinen Veganer!“

Erschienen im Carl Ueberreuter Verlag im März 2018



Der Inhalt

Wenn die Satirikerin, erfahrene Köchin und Mutter Kathatina Grabner-Hayden am Herd steht, füllt sich ihre ländliche Küche sukzessive mit Gästen. Nicht nur mit ihren Kindern, sondern auch mit Menschen, die geladen sind und solchen die das Leben einfach bei der Türe hereinspült.

In illustrer Eintracht sitzen Junge und Alte, Installateure mit Chirurgen, Pädagogen mit Schülern oder geschiedene Paare am gedeckten Tisch und erfreuen sich am kredenzten Gericht. Nudel und Nockerl in allen nur erdenklichen Variationen, die frei nach Tante Jolesch deswegen so gut schmecken, weil es davon immer zu wenig gibt. Die Küche der „Grabnerin“ wird in den humorvollen Kurzgeschichten zum Schauplatz aberwitziger Begegnungen.

Allerlei Befindlichkeiten, kulinarische und menschliche Unverträglichkeiten bis hin zu kleineren oder größeren Zwangsneurosen werden am Tisch gereicht, die mit viel Witz und Selbstironie geteilt und später einfach genüsslich verspeist werden.

So entstehen aus dem einfachen Grundrezept von Mehl, Eiern und Salz die köstlichsten Alltagsgeschichten, die beim Lesen des Buches sattes Vergnügen bereiten.



Rauchfrei!

Ich lebe seit 58 Tagen ein anderes Leben, zumindest ein gesünderes. Und das stößt meinem sozialen Umfeld unangenehm auf. Man schaut auf die andere Straßenseite oder grüßt mich nur verhalten. Die Zeiten ausschweifender Proseccogelage und stundenlange Plaudereien vor diversen Lokalen mit einer Zigarette in der Hand sind vorbei.

Erst neulich beim Einkaufen machte eine Bekannte ihrem Unmut Luft, ich gehöre nun ebenfalls zu den Menschen, die allgemein als Spaßbremsen bezeichnet würden. Kein Nikotin, kein Alkohol und viel Bewegung, seien „die“ Ingredienzien, die jeden anständigen Österreicher ins Grab brächten.

So gehe ich seit einiger Zeit nur mehr inkognito aus dem Haus, mit Sonnenbrille und ungeschminkt, damit ich nicht zu erkennen bin. Ich will ja niemanden provozieren.


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