Familienwahnsinn & Stosuppe

„Radio NÖ am Vormittag“, 27.2.2013

Katharina Grabner-Hayden ist nicht nur Autorin, sondern auch vierfache Mutter, und studierte Wirtschaftswissenschaftlerin. Den alltäglichen Wahnsinn einer Familie beschreibt sie jetzt auch in einem Buch. Ihr Lieblingsrezept: Stosuppe.

Stosuppe (Milchsuppe) mit Erdäpfelschmarren

Das Rezept stammt von meiner Großmutter (bäuerliche Linie meiner Familie), die uns Kinder zu einem asketischen Leben in der Fastenzeit anspornen wollte. Ich liebte diese Suppe so sehr, dass ich mich auf jeden strengen Fastentag wie Aschermittwoch oder Karfreitag freute, weil es eben diese Köstlichkeit nur an diesen Tagen gab. Ich mach sie mir übrigens auch an anderen Tagen.

  • ½ l saure Milch
  • ¼ l Wasser
  • Salz, Kümmel
  • 1 Suppenlöffel glattes Mehl in die kalte Milch einrühren, bis diese kocht und eingedickt ist.

Die Krönung daran ist sicher der Erdäpfelschmarren, der entweder mit oder ohne Zwiebel in die Suppe kommt, dazu ein Teelöffel Rahm. Die Stosuppe ist sicher nicht in der Kategorie Diätrezepte zu finden, schmeckt aber wunderbar. Rezept erstellt von Katharina Grabner-Hayden.

Kolumnen zum Thema „Frau sein“

Katharina Grabner-Hayden wurde als jüngste Tochter von insgesamt vier Kindern 1964 in Wien geboren. Ihre Mutter stammt aus einer bäuerlichen Familie in Niederösterreich, ihr Vater aus Wien.

Sie besuchte das Sacre Coer in Wien und maturierte dort. Sie studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien, arbeitete einige Jahre in einer großen Wirtschaftskanzlei und heiratete 1990 Gerhard Grabner, einen Juristen, Wirtschaftsprüfer und nun Wirtschaftsdirektor des Stiftes Göttweig.

Das Paar hat vier Söhne und übersiedelte 1996 nach Paudorf. Von 1998 bis 2005 schrieb Grabner-Hayden für eine deutsche Monatszeitschrift Kolumnen zum Thema „Frau sein“. Sie begann Bücher zu schreiben und im Vorjahr erschien ihr Satireband „Jeden Tag ist Muttertag“ im Amalthea Verlag. Jetzt ist der Folgeband „Ein himmlisches Chaos“ erschienen.

 

„Radio NÖ am Vormittag“, 27.2.2013

Artikel publiziert in ORF Niederösterreich vom 27.2.2013